Eine gute Käseplatte braucht drei bis fünf Sorten, die sich deutlich unterscheiden, etwas Süßes, etwas Knackiges und genug Platz. Rechne als Vorspeise mit 50 bis 80 g Käse pro Person, als Hauptgang mit 150 bis 200 g, und hol den Käse eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.
Kurz und knapp
- Menge: 50 bis 80 g pro Person als Vorspeise, 150 bis 200 g als Hauptgang.
- Auswahl: drei bis fünf Sorten, je eine weiche, eine harte, eine kräftige und gern eine mit Ziegen- oder Schafsmilch.
- Temperatur: 30 bis 60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, damit sich das Aroma entfaltet.
- Anordnung: von mild nach kräftig, Blauschimmel mit Abstand, jede Sorte mit eigenem Messer.
- Dazu: Trauben oder Feigen, Nüsse, Honig oder Chutney, Brot und Cracker.
Wie viel Käse pro Person?
Die Menge hängt davon ab, welche Rolle die Platte spielt. Steht sie als Vorspeise oder neben anderen Gerichten auf dem Buffet, reichen kleine Stücke. Ist sie das Abendessen, etwa zu Wein und Brot, muss mehr auf das Brett.
| Anlass | Käse pro Person | Für 6 Personen | Sorten |
|---|---|---|---|
| Vorspeise oder Aperitif | 50–80 g | 300–500 g | 3 |
| Teil eines Buffets | 80–100 g | 500–600 g | 3–4 |
| Nach dem Hauptgang | 40–60 g | 250–350 g | 3 |
| Käseabend als Hauptgang | 150–200 g | 900–1.200 g | 4–5 |
Mehr als fünf Sorten machen die Platte nicht besser, nur unübersichtlicher. Lieber von jeder Sorte ein ordentliches Stück als viele kleine Reste.
Welche Käsesorten zusammenpassen
Eine Käseplatte lebt vom Kontrast. Wähle die Sorten so, dass sie sich in Konsistenz, Milch und Geschmack unterscheiden. Eine bewährte Mischung aus vier Sorten:
- Weich: Brie, Camembert oder ein junger Ziegenkäse. Mild, cremig, für alle.
- Halbfest: Gouda mittelalt, Tilsiter oder Morbier. Der Käse, nach dem alle zuerst greifen.
- Hart: Bergkäse, Comté, alter Gouda oder Parmesan. Nussig und kräftig, gut in Splittern.
- Edelschimmel: Gorgonzola, Roquefort oder Blue Stilton. Der kräftigste Käse am Ende der Runde.
Wer Schaf- oder Ziegenmilch dazunimmt, bringt eine weitere Note auf den Tisch. Bei Gästen, die Schimmelkäse nicht mögen, ersetzt ein würziger Rotschmierkäse wie Appenzeller den Blauschimmel.

Drei Sorten, drei Texturen: Brie, Hartkäse und Blauschimmel, dazu Trauben, Walnüsse und Honig.
Schritt für Schritt anrichten
Fang mit den großen Teilen an und füll die Lücken zum Schluss. So bleibt Platz für jedes Stück, und die Platte wirkt am Ende voll, ohne überladen zu sein.
- Käse platzieren: Die Sorten mit Abstand über das Brett verteilen, im Uhrzeigersinn von mild nach kräftig.
- Anschneiden: Von jedem Käse ein paar Stücke vorschneiden, den Rest am Stück lassen. So trocknet er nicht aus.
- Schalen setzen: Honig, Chutney oder Oliven in kleine Schalen füllen und zwischen die Käse stellen.
- Obst ergänzen: Trauben in kleinen Rispen, Feigen halbiert, Birne erst kurz vorher aufschneiden.
- Lücken füllen: Walnüsse, Mandeln und Cracker in die freien Stellen legen.
- Messer dazu: Für jede Sorte ein eigenes Messer, vor allem für Blauschimmel.
Tipp: Hartkäse lässt sich mit einem kurzen, kräftigen Messer in grobe Stücke brechen statt schneiden. Das sieht natürlicher aus und bringt das Aroma besser zur Geltung.
Was neben den Käse gehört
Beilagen sollen den Käse begleiten, nicht überdecken. Nimm von jeder Gruppe ein oder zwei Dinge:
- Süß: Honig, Feigensenf, Quittenpaste oder Aprikosenchutney. Passt besonders zu Blauschimmel und Hartkäse.
- Frisch: Trauben, Feigen, Birne oder Apfel in Spalten.
- Knackig: Walnüsse, Mandeln oder Pekannüsse, gern leicht geröstet.
- Herzhaft: Oliven, Cornichons oder etwas luftgetrockneter Schinken.
- Brot: Baguette, dunkles Nussbrot und ein paar neutrale Cracker.
Wer mehr Gemüse, Schinken und Eingelegtes auf dem Tisch haben möchte, findet die Grundregeln dafür im Ratgeber Antipasti-Platte anrichten.
Holz, Schiefer oder Keramik?
Die Unterlage bestimmt, wie viel auf die Platte passt und wie sie wirkt. Für vier bis sechs Personen brauchst du rund 45 x 30 cm Fläche.
| Material | Wirkung | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Holz und Bambus | warm, rustikal, viel Fläche | Man kann direkt darauf schneiden. Nur von Hand spülen. |
| Schiefer | dunkler Kontrast, Käse wirkt hell und frisch | Mit Kreide beschriftbar. Von Hand reinigen, gelegentlich leicht ölen. |
| Marmor | edel, bleibt kühl | Hält Weichkäse länger in Form. Säure wie Zitrone meiden. |
| Keramik | farbig, leicht zu reinigen | Steinzeugplatten vertragen meist die Spülmaschine. |
Ein großes Bambusbrett mit 45 x 30 cm reicht für eine Runde von sechs Personen. Schieferplatten wie das Set Basil mit 40 x 30 cm haben den Vorteil, dass du mehrere Platten mit verschiedenen Themen nebeneinander stellen kannst. Für Einzelportionen zum Wein eignen sich kleine Platten mit 22 x 16 cm.
Käseplatte für die Feiertage
An Weihnachten und Silvester steht die Käseplatte oft länger auf dem Tisch. Statt einer großen Platte funktionieren dann mehrere kleinere besser: eine mit Käse, eine mit Fingerfood, eine mit Obst. So lassen sie sich einzeln nachfüllen und über den Tisch verteilen.

Drei Platten, drei Themen: Fingerfood, Käse und Obst lassen sich getrennt nachlegen.
- Saisonal ergänzen: Feigen, Datteln, Mandarinen, Lebkuchengewürz-Nüsse oder Preiselbeeren.
- Reste nicht wegwerfen: Sie schmecken am nächsten Tag im Raclette, Fondue oder Ofengemüse.
- Für Nüsse, Dips und Oliven eignen sich Schalensets wie die Servierschalen Sterne.
- Platte erst eine Stunde vor den Gästen anrichten, Obst und Brot zuletzt.
Wie der restliche Tisch an den Feiertagen gedeckt wird, steht im Ratgeber Weihnachtstisch decken.
Käse beschriften: Gäste wissen, was sie essen
Ab drei Sorten fragt immer jemand, welcher Käse welcher ist. Auf Schiefer schreibst du die Namen mit Kreide direkt neben das Stück. Auf Holz helfen kleine Schilder oder Zahnstocher mit Fähnchen.

Mit Kreide auf Schiefer: Der Name steht direkt neben dem Käse und lässt sich feucht wieder abwischen.
Häufige Fragen zur Käseplatte
Wie viel Käse rechne ich pro Person?
Als Vorspeise 50 bis 80 g, auf einem Buffet 80 bis 100 g und als Hauptgang 150 bis 200 g. Nach einem Menü reichen 40 bis 60 g.
Wie viele Käsesorten gehören auf eine Käseplatte?
Drei bis fünf. Wichtiger als die Zahl ist der Unterschied: eine weiche, eine halbfeste, eine harte und eine kräftige Sorte.
Wie lange vorher nehme ich den Käse aus dem Kühlschrank?
30 bis 60 Minuten, Hartkäse eher länger, Weichkäse eher kürzer. Bei Raumtemperatur entfaltet Käse sein volles Aroma.
Kann ich die Käseplatte am Vortag vorbereiten?
Teilweise. Käse kannst du am Vortag schneiden und abgedeckt kühl lagern. Obst, Brot und Cracker kommen erst kurz vor dem Servieren dazu, sonst werden sie weich oder braun.
In welcher Reihenfolge isst man den Käse?
Von mild nach kräftig. Ordne die Sorten deshalb im Uhrzeigersinn an und leg den Blauschimmel ans Ende.
Was ist der Unterschied zur Antipasti-Platte?
Bei der Käseplatte steht der Käse im Mittelpunkt, Obst und Nüsse begleiten ihn. Eine Antipasti-Platte mischt gleichwertig Gemüse, Schinken, Käse und Eingelegtes.